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Montag, 30. Mai 2011, 23:57

Das Gebäude »steckt«, wie man im Bild des ersten Beitrags in diesem Thema
sehen kann, in einer »keilförmigen« Geländesimulation - obendrein
rechts und links ziemlich knapp angeschnitten.

Dieses »Gelände« wird aus 7 ziemlich »labberigen« Teilen gebildet . . . :



(Abb.: 51)

Dank meiner »dazugedichteten« Grundplatte muss man diese Geländeteile
in einer äusserst ausgeklügelten Reihenfolge am Gebäude und der
Grundplatte befestigen - funktioniert aber absolut einwandfrei.
Meine am Gebäude angebrachten Klebelaschen machen das obendrein
zu einem »Spaziergang«



(Abb.: 52)



(Abb.: 53)

Hier sieht man schon die »Zugbrücke« und den ersten schmalen Streifen
des konisch gemauerten Sockels . . . achso: Auch die beiden kleinen Schorn-
steine sind auf dem Dach plaziert . . . davon gibt's aber kein »extra«-Bild . . .



(Abb.: 54)


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http://www.mtp-studio.de © 1975-2018 Thomas Pleiner - Alle Rechte vorbehalten • Dies ist eine redaktionelle Veröffentlichung im Sinne des UrhR. Speichern, Kopieren und elektronisches Verbreiten ist nicht gestattet.

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Montag, 30. Mai 2011, 23:59

Die Montage des umlaufenden Sockelmauerwerks verläuft auch
vollkommen unspektakulär . . .


(Abb.: 55)

Allerdings muss auch hier genau überlegt werden, in welcher Reihen-
folge man die 11 Teile montiert . . .



(Abb.: 56)



(Abb.: 57)



(Abb.: 58 )

Nachdem nun alle Teile des Gebäudes »vermauert« sind – es fehlt "nur"
noch das Kupferdach des Eingangstraktes – fällt bei den letzten Bildern auf,
dass das ganze doch ein sehr monolithisch-trojanisches Aussehen hat.
Zumindest die Fotos, auf denen der Eigang nicht zu sehen ist, erinnern ein
wenig an eine doch eher archaische Architektur . . .

Darum noch ein Zwischenstand mit Eingang und deutlich geringerer
dramatischer Perspektive . . . (jaja - ich weiss! Sc...ß-Blitz und harte
Schatten - ein richtiges "Igitt"-Foto . . . )



(Abb.: 59)

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Dienstag, 31. Mai 2011, 00:01

Nun ist das Dach des Eingangstraktes an der Reihe . . .
Die hierbei »verbratenen« Ideen sind recht interessant, jedoch
in der Umsetzung nicht völlig perfekt gelungen (wie man sehen
wird).

Zunächst werden die Podeste unter die entsprechenden Vorsprünge
der Zwischendecke geklebt



(Abb.: 60)

Danach die einzelnen Teile des Hauptdaches vorbereitet . . .



(Abb.: 61)

Das soweit montierte Hauptdach . . . .



(Abb.: 62)



(Abb.: 63 )


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Dienstag, 31. Mai 2011, 00:03

... gefolgt von 6 Eck- bzw. Erkertürmchen.

Zunächst lose an- und aufeinander gestellt - und da lässt sich recht
deutlich erkennen, das die beiden vorderen Erkertürmchen doch
leicht verzogen sind - obwohl extrem genau geritzt und montiert.
(Die kleinen Plattformen darauf liegen nur lose auf).


(Abb.: 64)

Die dreieckickgen Verbindungsteile zwischen Hauptdach & Erker- bzw-
Ecktürmchen weisen Lücken von bis zu 1,5 mm auf – schade!
Die Ausrichtung der kleinen Zwischenplattformen ist demzufolge
auch nicht zufriedenstellend möglich.

Auch die achteckigen Spitzen sind verzerrt und weisen eine Fehlstellung
von meist ca. 0,5 mm aus der Lotrechten auf.

Eine Überprüfung des Archivexemplares zeigte dann auch, dass der
gedruckte Bogen diese Verzerrungen aufweist - und über ähnliche kleine
Schwächen berichtete ich auch anlässlich »Pohansko« . . .


(Abb.: 65)

Die kleinen Zwischen-DÄCHER widerum fügen sich nahezu problemlos
in das Dachkonstrukt. Allerdings habe ich auch für den Abschluß dieses
Zwischenschrittes zwei Fotos ausgewählt, die all diese kleinen Ungenauigkeiten
nicht allzu deutlich zeigen . . .


(Abb.: 66)


(Abb.: 67 )


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Dienstag, 31. Mai 2011, 00:05

... viel ist es ja nicht mehr.

Die kleinen Podeste, die »Fahnen« und finale Dachmontage.

Die »Fahnenstangen« sind aus (fast) schwarz lackierten Dekorationsnadeln.

Eigentlich sollten die Podeste aus rückseitig verklebten Strukturen
und zwei »abstehenden« Laschen bestehen . . . aber das 85 mal?
Besser auf 500 g/qm weißen Karton kaschiert und ohne Laschen
stumpf unter die Mauerkronen geklebt.



(Abb.: 68 )

Die Fahnen auf/in den Spitzen der kleinen Türme zu kleben und auszurichten
ist eine Strafarbeit. Möglicherweise hätte ich die einkleben sollen,
bevor die Dächer montiert wurden.



(Abb.: 69)

Wirklich ärgerlich ist aber das Erscheinungsbild der Konsolen unter
den achteckigen Türmchen oberhalb der Wappen.
Ob ein Konstruktionsfehler konstatiert werden muss, lässt sich ohne
weiteres nicht sagen - aber die Oberkante beider Konsolen ist mehr als
12° aus der Waagrechten - und das fällt leider auf. Und lässt sich ohne
erheblichen Aufwand nicht kaschieren. Möglich sind auch kumulierte
Schlampereien meines Zusammenbaus.

Da mich einige kleine Ungenauigkeiten des Daches bereits mißmutig
stimmten, hatte ich auch wenig Lust, an meinem Modell die Konsolen
zu »reparieren« . . .



(Abb.: 70)



(Abb.: 71 )


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Dienstag, 31. Mai 2011, 00:06

... von der Rückseite sieht das besser aus. Die Konsolen haben eine
akzeptable Optik (Allerdings sehe ich gerade, dass ich da mit ein paar
Tropfen Klebstoff noch etwas nacharbeiten muss)



(Abb.: 72)



(Abb.: 73 )

Auf dem folgenden Bild lässt sich das Konsolenproblem deutlich erkennen.



(Abb.: 74 )

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Dienstag, 31. Mai 2011, 00:07

Aber natürlich gibt es Perspektiven bei denen das Konsolen-Phänomen
nicht so extrem in Auge fallen . . .



(Abb.: 75)



(Abb.: 76 )



(Abb.: 77 )



(Abb.: 78 )

Ein kleines Fazit:
Angesichts meiner äusserst beschränkten Freizeit-Ressourcen will mir eine
Bauzeit von ca. 5 Wochen nicht übermäßig lange erscheinen.
Durch (zu-) viele monotone Strukturen wie z.B. die 85 Podeste oder
die zahlreichen Zinnen besteht ein gewisses Risiko, den Zusammenbau
eintönig zu finden.
Meiner ganz persönlichen Meinung nach gehört dieses Modell nicht zu
den Glanzlichtern aus der Feder von Richard Vyškovský. Es gibt gerade
im Bereich des dominanten Dachkomplexes doch zu viele Ungenauigkeiten,
die auf zeichnerische Unachtsamkeiten zurückzuführen sind . . .

. . . es gibt Modellbogen, die mir mehr Spaß gemacht haben . . .

Abschließend noch einmal eine Gesamtansicht:




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Dienstag, 31. Mai 2011, 00:09

Es gibt auch für mich Dinge, die mir keine Ruhe lassen.
Besonders aus berufsbedingtem Interesse hinsichtlich kleinerer oder
größerer Schwächen an Modellbogen - und sei es nur um mir selber
zu beweisen, dass ich weder zu blöd zum richtigen Zusammensetzen bin
noch dass meine Augen getrübt wären.

Und weil ich zur Zeit jeden Tag draufschaue, lässt mich diese »Konsolengeschichte« nicht in Ruhe . . .

Führen wir uns das Problem also noch einmal vor das kritische Auge!
Auf dem folgenden Bild lässt sich das sehr deutlich erkennen.
Aha! Zumindest ist mal der obere »Umfang« der Konsole zu groß
und mit den Winkeln scheint es »hinten und vorne« nicht zu stimmen



(Abb.: 74 )

Also geht man systmatisch vor.
Man hat als zwei einigermassen verlässliche Grössen die Projektion
an die Wand des Eingangstraktes und die von »unten« an die
Abdeckung(en) der Konsolen.



Das oben gezeigte Arrangement zeigt dann auch, dass hier alles
»passt«; die Linien fluchten, die Symmetrie stimmt und alle sichtbaren
»Ungenauigkeiten« deutlich unter einer halben Strichstärke liegen - daher
vernachlässigbar sind.

Wir finden also für diese Konsole eine Höhe von 5,717 mm bei einer
Weite von 6,345 mm. Die »schräge« Linie ist mit 6,54 mm vermessen.
Dies ist das Kontrollmaß und muß sich nachher bei der (neuen) Abwicklung
finden . . .

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Dienstag, 31. Mai 2011, 00:11

Der »Grundriss« der Konsole ( ein halbes Achteck) ist nach Rhino3D übergeben,
die »Höhe« 5,717 mm ist vom Mittelpunkt senkrecht nach unten abgetragen.




Die 5 Teilstrecken des Umrisses bilden die Profilkurven für die Flächen-
extrusion - diese endet unten an der Mittelsenkrechten.



Folgendene Abbildung zeigt die fertig extrudierte Fläche - und das sieht
schon sehr nach einer Konsole aus .



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Dienstag, 31. Mai 2011, 00:12

Die entsprechende Abwicklung ist mit einem Klick erledigt ... und muß nur
in Richtung in CorelDraw exportiert werden.



Die gefundene Abwicklung wird nun mit der vorhandenen verglichen.
Zunächst stellt man fest, dass das Kontrollmaß 6,54 mm an der Abwicklung
präzise vorhanden ist.

Ein Übereinanderlegen der Abwicklungen verdeutlicht, dass allenfalls die
Frontfläche der Konsole richtig »getroffen« wurde - alle anderen Teilflächen
sind leider nicht korrekt. Die sichtbaren Abweichungen führen dann auch
dazu, dass die Original-Konsolen viel zu groß sind und nach »unten hängen«.



Soweit so gut. Ursache gefunden.
Damit will ich es aber bewenden lassen. Natürlich könnte ich jetzt
prinzipiell alle Konsolen »abreissen«, neu zeichnen und wieder
ansetzen. Aber wozu? Das optische Ergebnis würde - aus gewisser Entfernung betrachtet -
nicht wesentlich verbessert.

Und es soll nicht so klingen, als ob hier Modellbau unter dem Aspekt
der »Fehlersuche« stattgefunden hätte! Wirklich nicht! Was ist das für
eine Befindlichkeit, an ein Modell heranzugehen im Sinne von: »Mal sehen,
wo der Konstrukteur wieder Mist gebaut hat . . . « !!??
Ganz das Gegenteil sollte der Fall sein!
Ich meine, dass wir hier alle mit einer positiven Grundeinstellung an
Modelle herangehen sollten. Stolpert man dann über kleinere Probleme,
sollte man sich damit trösten, dass da auch »nur« ein Mensch (odere mehrere) am Werke
war(en), der mindestens genauso unvollkommen ist, wie jeder einzelne
von uns selbst.
Persönlich neige ich dazu, Fehler und Irrtümer anderer als Herausforderung
zu begreifen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Thomas Pleiner |mtp-studio|

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