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Montag, 30. Mai 2011, 11:20

Volksschule Partenkirchen (Schreiber Bogen) 1:160

Volksschule Partenkirchen 1909 (Schreiber Bogen) - ca. 1:160

Eine der vielen Weisheiten, die sich immer wieder gerne bestätigen ist wohl
die, dass oft die schönsten Blumen im Verborgenen blühen.

Das fällt mir spontan ein, wenn ich den hier als Neuerscheinung vorzustellenden
Modellbogen von Peter Gierhardt zur Hand nehme. Müsste man doch als
»Normal«-Kartonmodellbauer fast vor Ort in Partenkirchen sein, um von
diesem schönen Modellbogen Kenntnis zu haben.
Wie denn auch das Internet als quasi ultimative Informationsquelle zu
dieser hier im Modellbogen dargestellten »Volksschule« so rein gar nichts
weiß . . .




Es sind gerade diese kleinen, absolut feinen Produktionen, die das Auge
erfreuen!



Der Modellbogen besteht aus einem auf DIN A 4 gefalteten A2 Bogen,
der auf der Rückseite eine schwarz/weisse Bauanleitungsskizze enthält.
Die Vorderseite(n) enthalten alle Bauteile in vernünftiger Dichte in über-
sichtlicher Anordnung. Das Auffinden von Teilen bereitet keinerlei
Probleme. Wahlweise zu bauende Teile tragen eine blaue Bauteile-
bezifferung.

Das 3-geschossige Gebäude besitzt einen im Prinzip rechteckigen Grundriss.
Eine Giebelseite zeigt einen liebevoll gestalteten Treppenaufgang
mit einer halbrunden Überdachung.
Die sich linker Hand daran anschliessende Traufseite verfügt über
einen halb ins Gebäude ragenden 8-eckigen Turm, der wohl das
Treppenhaus darstellt - ergänzt mit 2 Freitreppen.
Die gegenüberliegende Giebelseite zeigt widerum eine kleinere Aussentreppe.



Das Walmdach wird von vier großen Gauben geziert und besitzt noch einen
wunderbar verzierten Stichgiebel. Die 12 kleinen Fledermausgauben lassen
sich wahlweise bauen.
»Gekrönt« wird das Ganze von einem viereckigen Uhrenturm, der mit einer
kupferblechbeschlagenen Zwiebelhaube gedeckt wird (wahlweise mit
einer pyramidenförmigen Haube).
http://www.mtp-studio.de © 1975-2018 Thomas Pleiner - Alle Rechte vorbehalten • Dies ist eine redaktionelle Veröffentlichung im Sinne des UrhR. Speichern, Kopieren und elektronisches Verbreiten ist nicht gestattet.

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Donnerstag, 2. Juni 2011, 01:46

Das Jahr 1909 im Titel dieses Modellbogens lässt es fast vermuten: »Art nouveau«;
tatsächlich haben wir es hier mit einer doch eher späten Jugendstilarchitektur
zu tun, wobei sich das Ornamentale auf den Schmuckgiebel, die Eingangs-
situation und die Sonnenuhr beschränkt. Die Wände des Gebäudes sind
durch pilaster-ähnliche Strukturen gegliedert, die widerum eher einfache
Ornamente enthalten.
»Später« Jugendstil deshalb, weil der Beginn des Endes des Jugendstils
allgemein auf 1906 datiert wird - wobei mit Beginn des 1. Weltkrieges
diese Stilepoche als definitiv beendet angesehen wird.

Leider enthält der Modellbogen selber keine Informationen zum Original-
gebäude . . .







Die perfekte Binnenzeichnung von Peter Gierhardt bewegt sich
hier auf dem Niveau von Referenzklasse. Sämtliche elektronisch
erzeugten Strukturen ergänzen sich harmonisch und wirken
an keiner Stelle synthetisch oder überladen.

Insgesamt ist dieser Modellbogen als äusserst gelungen zu bezeichnen.
Gerne würde man davon mehr sehen.
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Donnerstag, 2. Juni 2011, 01:46

... und los geht's mit dem Zusammenbau . . .

Hatte ich vor Beginn der Montage noch sowas gedacht wie: »zum Fingeranwärmen
gerade richtig«; stellte sich doch recht bald heraus, dass dieses Modell
doch recht anspruchsvoll ist . . .

Na, beginnen wir mit etwas relativ einfachem: Dem Vorbereiten von
Grundplatte und Aufbauwänden:



Der Umstand, dass hier die Wände unten keine Klebelaschen haben,
dafür aber die Bodenplatte nach oben zu knickende Laschen
ist ein kleines bißchen gewöhnungsbedürftig. (Für mich wenigstens!)




Die Wände lassen sich dann auch ohne Probleme an der Grundplatte anbringen.
Solange man denn »Platz zum Andrücken« hat.



Zu beachten wären hier vor allem die oberen Kanten der Wände, die
prismenförmig gefaltet und in das Innere der Wände zurückgeknickt
und dort verklebt werden. Die von Peter Gierhardt angebotene
»Zielhilfe« (Pfeile und Ausschnitte) habe ich durch eine Hilfslinie im
Abstand von 4 mm ergänzt.



Die sich ergebenden umlaufendenen Traufkanten sind zwar äusserst realistisch
aber da diese an den Ecken nicht miteinander verklebt sind (das ginge
nur »stumpf«) kommt es wie es kommen musste: Schmale aufzuklebende
Hilfsprofile werden »erzeugt« und im selben »Aufwasch« auch noch ein
1mm starkes - mit der Grundplatte deckungsgleiches - Hilfsprofil, dass unterhalb
der zurückgeklebten Laschen innen an den Wänden oben verklebt wird.

Dadurch erreicht man eine zusätzliche Stabilität u n d einen eindeutigen
»Anschlag« für das später einzusetzende Hauptdach . . .



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Donnerstag, 2. Juni 2011, 01:47

In dieser Nahaufnahme ist der Abschluß des Taufkantenfrieses am Stichgiebel
sehr gut zu erkennen.



Das Haupdach ist problemlos aufzusetzen:





Aus diesen Teilen wird der Aufbau und der Dachabschluß des
Treppenturms montiert:



Das Bauteil im 8-eckigem Grundriss fügt sich fast von selbst zusammen.




Aufsetzen und Dachanschluß lassen sich sauber realisieren. Für saubere
Anschlüsse sorgen u.a. die aus der Dachfläche nach außen geknickten
Klebelaschen.





Kurz ein Blick (erster und letzter) in das Innere. Gut zu erkennen:
Das im Innern oben umlaufendende Hilfsprofil.

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Donnerstag, 2. Juni 2011, 01:47

Die nachstehende Abbildung zeigt die Bauteile für die erste (Aussen-)Treppe.











Ich fand es hier relativ schwierig die Treppe so sauber und exakt zu
montieren, wie ich mir das vorstellte - den relativ großen Baukörper
in der einen Hand und in der anderen Hand die mithilfe einer
Pinzette jonglierten Kleinteile - ganz schön »tricky«. Da merkt man
rasch, welche Hebelkräfte ein paar Gramm Karton entfalten können.

Konsequenterweise habe ich dann die zweite große Außentreppe in
kreativer Abweichung vom Modellbogen in alternativer Weise montiert.
(Siehe spätere Beiträge).
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Donnerstag, 2. Juni 2011, 01:48

Nun die weiteren kleinen Außentreppen:










Einfach und geradeaus zu montieren . . .
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Donnerstag, 2. Juni 2011, 01:48

Einen kleinen Erker haben wir auch noch:







Nun noch 5 Dachgauben und das Dach des Stichgiebels,
Funktioniert alles völlig reibungslos:







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Donnerstag, 2. Juni 2011, 01:48

Es folgt die größte der vier Außentreppen und eingedenk der
notwendigen »Verrenkungen« bei der Montage der ersten Außentreppe
habe ich hier aus einem zweiten Exemplar des Modells das
passende Wandstück ausgeschnitten - und habe die komplette
Treppe »abseits« des Gebäudes montiert.



Völlig entspannter Kartonmodellbau mit einem ansprechenden Ergebnis . . .






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Donnerstag, 2. Juni 2011, 01:48

... und schon nähern wir uns dem Abschluß.

Uhrenturm mit (fast!) Zwiebelhaube, Schornsteine und 12 Fledermausgaben.

Und schon ist dieses schöne Schulgebäude fertig:





*****************************************************

Bilder des fertigen Modells. Natürlich habe ich zusätzlich eine selbst-
gestrickte Grundplatte druntergesetzt - ergänzt mit ein wenig
Dekorationsmaterial aus der Modelleisenbahn-Grabbelkiste - unter Kunstlicht fotografiert:







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Donnerstag, 2. Juni 2011, 01:49

Und die finale Bildergalerie im Sonnenlicht! (Ich weiss, dass diffuses
Sonnenlicht bei bedecktem Himmel besser ist - aber an jenem Morgen
konnte ich einfach nicht widerstehen.

















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