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Donnerstag, 2. Juni 2011, 15:23

I.G. KARTON-MODELL - Öffentlichkeitsarbeit für den Kartonmodellbau seit 1988

IG-KARTONMODELL

Von
I.G. Karton Modell bis zum Kartonmodell-Forum
- Eine Idee wird »volljährig«.
1988 - 20?? ? über 25 Jahre Jahre Öffentlichkeitsarbeit für den Kartonmodellbau aus einer Hand.

Angesichts der sich immer rascher verändernden Medienlandschaft - besonders die der elektronischen Medien - könnte man annehmen, dass »mailing-listen«, »news-groups« oder »Diskussions-Foren« zum Thema Kartonmodellbau etwas grundsätzlich neues wären.
Man hätte sozusagen das Rad zum zweitenmale erfunden.
Dem ist jedoch ganz und gar nicht so.
Natürlich bieten die aktuellen Medien eine Reihe von technischen Möglichkeiten des Informationsaustausches, die vor Jahren nicht einmal denkbar waren. Besonders hervorhebens
wert erscheint mir dabei die heute mögliche aktive Mitarbeit und die hohe Geschwindigkeit von »feed« und »feedback«.

Ein elektronisches Forum ist allein schon deswegen nichts
neues, weil es »Foren« expressis verbis bereits seit der
Antike gibt.
Eine »Diskussionsgruppe«, deren primäres Ziel der Informationsaustausch zwischen Kartonmodellbauern ist, gibt es seit 1988. (Abgesehen von der »Leserbriefecke« in der »alten« Möwe.) in Form der »I.G. Karton Modell«

(Hier fehlt leider eine Abbildung)

Erstes Mitteilungsblatt der
I.G. Kartonmodellbau ( 1.12.1988 )
© 1988 Kirchner
Die im Jahre 1988 von Rudolf Kirchner*) ins Leben gerufene
»I.G.Karton Modell« hatte exakt das Ziel, eine »Interessen-
gemeinschaft« für Modellbauer zu sein, die von Modellbauern
gemacht wurde.
Konzipiert als eine lockere Gemeinschaft von am Thema inter-
essierten, die mittels der Koordination einer kleinen Gruppe
von »Häuptlingen« mit Informationen versorgt, bzw. über die
Informationen gesammelt und verteilt wurden.
Wesentlicher Bestandteil der Arbeit innerhalb dieser »I.G.«
war die ständige Aktualisierung und Verteilung der Adressen
der an der »I.G.« Teilnehmenden, um die Diskussion unter-
einander zu ermöglichen.
Also in etwa dasselbe, was Internet-Foren auch leisten, jedoch mit
anderen Mitteln - und viel langsamer.
*) Rudolf Kirchner verstarb bedauerlicherweise
vor einigen Jahren
Bereits ab Winter 1988 arbeitete ich im Koordinierungsteam
der »I.G. Karton Modell« mit und gestaltete ab der zweiten
Ausgabe die Mitteilungsblätter.
Leider sind in meinem Archiv nicht mehr alle Ausgaben des
Mitteilungsblattes der I.G. Karton Modell vorhanden - gerade
die »alten« Ausgaben haben heute bereits einen gewissen
historischen Wert.

In den Jahren 1988 bis 1990 wuchs die Teilnehmerzahl der I.G. Karton Modell
auf ca. 370 Teilnehmer an. Daher sah sich das Team veranlaßt, ein »Informationsblatt« zur Teilnahme an der IG und deren Bedingungen
zu verfassen. Teile dieser alten »Nutzungsbedingungen« finden sich in
vielen aktuellen Forenregeln sinngemäß oder nahezu wortgetreu wieder.

Die Motive für die Gründung der »I.G. Karton Modell« durch
Rudolf Kirchner liegen auf der Hand: Ende der 80er Jahre des
20 Jh. »krähte kein Hahn« nach dem Kartonmodellbau.
Daher war es naheliegend, etwas für dieses Hobby zu tun,
was außerhalb der etablierten Verlage passierte.
(Hier fehlt leider eine Abbildung)

Nutzungsbedingungen der
I.G. Kartonmodellbau (1990)

© 1990 Thomas Pleiner

Recht schnell wurden auch die etablierten Verlage und Händler
auf die Aktivitäten der I.G. Karton Modell aufmerksam.
Viele Kooperationen wurden verabredet und mit Leben erfüllt,
so z.B. mit A.W.Waldmann/München; Möwe-Verlag/Wilhelms-
haven; J.F.Schreiber-Verlag/Esslingen; Anette Scholz Verlag,
um nur einige zu nennen.

Im Rahmen der Tätigkeit des Koordinierungsteams und als
»Macher« des Mitteilungsblattes
konnte ich in jenen Jahren
viele Persönlichkeiten kennen lernen, die unseren Respekt
und Hochachtung verdienen, stellvertretend darf ich hier die Herren Siegfried Wolter und Joachim Schulze nennen, die die schwierige Nachfolge des JADE-Verlages angetreten hatten. (Der JADE-Verlag W. Pangerl & Co. wurde Ende der 1960er Jahre Nachfolger des LEHRMITTELINSTITUTS WILHELMSHAVEN)

Auch die ersten, eher rein privaten, Treffen in Rothenburg o.d.
Tauber waren äußerst interessant und ließen erstmals er-
ahnen, welches Potential im aktiven Betreiben einer solchen
Arbeitsgemeinschaft steckt.

Die Betreibergemeinschaft, bestehend aus Rudolf Kirchner,
Peter Hurler und mir selbst, hatten in den damaligen »Regeln«
etwas verankert, was am besten mit »Antikommerz« zu
beschreiben ist.

(Hier fehlt leider eine Abbildung)

Viertes Mitteilungsblatt der
I.G. Kartonmodellbau (Dez 1989 )
© 1989 Thomas Pleiner
und Lizenzgeber

Sehr schnell wurde uns aber klar, dass ohne Aktivitäten zur
Unterstützung der Modellbogen-Verkäufe die ganze Sache
zum Scheitern verurteilt gewesen wäre. Natürlich haben wir
dann diesen »Antikommerz«-Unsinn rasch wieder vergessen,
und uns um enge Kooperationen mit den Verlagen J.F. Schrei-
ber, Möwe und A.W.Waldmann bemüht und die I.G. Karton
Modell erfolgreich als Plattform zur deren Darstellung angeboten.

Eigene kommerzielle Ziele verfolgte die »I.G.« jedoch nie; wie
auch stets auf die völlige Unabhängigkeit der »I.G.« von den Verlagen geachtet wurde.

Das »Arbeiten« in der I.G. funktionierte beinahe genauso wie
heute in den elektronischen Foren: Das »leading team« gab den Rahmen und die grobe Richtung vor, die Teilnehmer steuerten ihre Beiträge und Fotos bei - die dann in Abständen in Form eines gedruckten Magazins veröffentlicht wurden.

Obwohl - oder gerade weil - das damalige Betreuerteam in ihre
jeweiligen Brotberufe oder eigenen Firmen stark eingebunden
war, stand die Frage, ob wir diese I.G. als »Hobby« oder ernst-
haft betreiben wollten, nie zur Debatte. »Halbherzig« etwas
zu tun, war unsere Sache nicht.

(Hier fehlt leider eine Abbildung)

Fünftes Mitteilungsblatt der
I.G. Kartonmodellbau (März 1990)
© 1990 Thomas Pleiner
und Lizenzgeber

Das in der Aussenwirkung wichtigste Instrument der I.G. war
das Mitteilungsblatt - was nach anfänglichen amateurhaften
Findungsprozessen spätestens ab der Ausgabe 5 ausschliess-
lich mit professionellen Werkzeugen und Verfahren hergestellt
wurde. Ach ja - das Unwort! Schade, dass heute viele mit humanistischem
Defizit hinter diesem Wort ausschließlich das »Böse an sich« vermuten . . .
Vergegenwärtigt man sich die Bedeutung des Begriffs, wird
schnell dessen ständig (böswillig?) strapazierte Mißdeutung
offenbar:
» Profession/Professionalismus: Ein für die Gesellschaft relevanter Dienstleistungsberuf mit hohem Prestige, der hochgradig spezialisiertes und systematisiertes, nur im Laufe langer Ausbildung erwerbbares technisches und / oder institutionelles Wissen relativ autonom und kollektivitätsorientiert anwendet (W. Fuchs, u.a. "Lexikon der Soziologie", 1978 )«

Wenn meine Mitarbeiter oder ich selbst davon sprechen, etwas
»professionell« zu machen, meinen wir stets genau das: So gut
wie wir nur können - unter Einsatz und Anwendung all unserer
Fähigkeiten und Fertigkeiten . . . (Etwas, was Internet-Foren auf keinen
Fall können - selbst wenn sie denn wollten).

(Hier fehlt leider eine Abbildung)

Siebtes Mitteilungsblatt der
I.G. Kartonmodellbau (September 1990)
© 1990 Thomas Pleiner
und Lizenzgeber
Der Höhepunkt der Aktivitäten der I.G. Karton Modell und die wohl bemerkenswerteste Kooperation war das viermalige gemeinsame Erscheinen mit dem Mitteilungsblatt des Freundeskreises Wilhelmshavener Modellbaubogen unter dem (alten) Titel MÖWE.
Ein Unternehmen, dass ich persönlich sehr gerne gemacht
habe und dass zu seiner Zeit unter den »Fans« Begeis-
terung auslöste. Eine Publikation, die ich als Jugendlicher
»verschlungen« hatte, einmal selbst zu produzieren ? das
erfüllte mich mit Stolz.

Da jedoch alles Veränderungen unterworfen ist, sich perso-
nelle Veränderungen immer ergeben können oder die ur-
sprüngliche Interessenlage sich grundsätzlich verschiebt -
nach vier Ausgaben wurde das Gemeinschaftsprojekt wieder
eingestellt. Seitdem produziert Siegfried Wolter die MÖWE
wieder alleine - sehr erfolgreich - 2006 erschien die 68.
Ausgabe.

Das nebenstehende Titelbild ist übrigens tatsächlich eine
Rarität: Wegen eines falsch positionierten Bildes im Inhalt
wurde die gesamte Auflage eingestampft, d.h. diese Ausgabe
ist mit diesem Titelbild nie ausgeliefert worden.
(Hier fehlt leider eine Abbildung)

Siebtes Mitteilungsblatt der
I.G. Kartonmodellbau (September 1990)
- FEHLDRUCK -
© 1990 Thomas Pleiner
und Lizenzgeber

Etwa zeitgleich fanden die ersten Treffen im Deutschen Schiff-
fahrtsmuseum statt, auch die Ausstellung »Schiffe aus Papier«
machte seinen Namen alle Ehre: Sie »wanderte«.

Wir glaubten damals, eine für Verlage, Veranstalter und Modell-
bauer attraktive Plattform installiert zu haben. Kirchner, Hurler
und ich konnten uns der verläßlichen Unterstützung aller Ver-
lage und Händler versichern und glaubten uns auf einem
guten Weg. Allerdings plagten - und da kann ich natürlich
nur für mich sprechen - schon damals Probleme mit der ver-
fügbaren Zeit die zukünftigen Projekte.
In diesen Jahren hat mich die Konstruktionsarbeit für das
Haus J.F.Schreiber nahezu ausgelastet, dazu kam der
parallele Aufbau der eigenen Agentur. Immerhin erhielt ich
keine aus Steuergeldern bezahlte Anwesenheitsprämie, die
mir Zeit gelassen hätte, mich den überwiegenden Teil des
Tages mit meinem Hobby zu beschäftigen.

Das Ressourcenproblem konnte auf Dauer nicht gelöst werden.
Und obwohl die Beiträge der Teilnehmer an der I.G. zahlreich
in Wort und Bild eintrafen, war abzusehen, dass das Projekt
letzten Endes an Zeitmangel scheitern würde . . .

(Hier fehlt leider eine Abbildung)

Achtes Mitteilungsblatt der
I.G. Kartonmodellbau (Januar 1991)
© 1991 Thomas Pleiner
und Lizenzgeber
© Foto: Peter Hurler

. . . wollte man nicht andere, lebenswichtige(re) Tätigkeiten
vernachlässigen. Viele Dinge habe ich dem Kartonmodell
untergeordnet, habe zugelassen, dass Verzicht auf Bezah-
lung und hohes zeitliches Engagement
zu nichts Gutem
führten.

Als seit frühester Kindheit dem Thema auf's engste verbunden,
habe ich mich stets als Protagonist dieses Hobbys gesehen:

? Modellbogen-Design
? Berichterstattung
? Eigene Veröffentlichungen
? Präsenz auf Messen
? Diskussionen
? Nachwuchsarbeit
? Eigener Verlag
? Innovative Produkte rund um den Kartonmodellbau.

Tatsächlich bietet dieses Hobby ein äußerst weites Feld
der Beschäftigung - vor allem mit dem Vorbild!

Eine meiner Hauptanliegen seit Beginn der I.G. und der damit
einhergehenden Berichterstattung und Öffentlichkeitsarbeit sollte dieser breiten Fächerung Rechnung tragen und sich
nicht in warteschleifenartiger Wiederholung des Montierens
von Teil 17 an Teil 17a erschöpfen - der Kartonmodellbau
hat doch deutlich mehr zu bieten.

(Hier fehlt leider eine Abbildung)

Neuntes Mitteilungsblatt der
I.G. Kartonmodellbau (April 1991)
© 1991 Thomas Pleiner
und Lizenzgeber

Das »Leading team« verließ dann Rudolf Kirchner wegen
beruflicher Beanspruchung und gleichzeitig zunehmender
gesundheitlicher Probleme. Peter Hurler engagierte sich
verstärkt im Passat-Verlag.
Die I.G. wurde daher immer mehr zu einer Solo-Veranstal-
tung, die obendrein ständig von Geld- und Zeitnöten geplagt
war. Die farbigen Titelbilder der letzten beiden Ausgaben des Magazins (10 + 11) wurden dankenswerterweise vom Verlag J.F. Schreiber finanziert.

Am »elektronischen« Horizont tauchten jedoch bereits die
ersten Streiflichter einer neuen Zeit der Publikation auf.
Die Bulletin-Boards der Akustik-Koppler-Zeit waren bereits
durch Technologien wie BTX ergänzt worden und mit
Compuserve etablierte sich der erste ernstzunehmende
Online-Dienst. (Bereits ein Jahr zuvor - 1990 - hatte ich in
Bremerhaven digitale Methoden zur Abwicklung von
Schiffsrümpfen auf Basis von MEDUSA präsentiert . . . wofür
ich damals überwiegend verständnislose Blicke erntete.)

Dagegen musste es fast rückschrittlich anmuten, dass es mir
möglich war, im Jahre 1991 im Rahmen der I.G. den Nachdruck des Flugzeugträgers Graf Zeppelin fünfhundertmal zu verkaufen - eine willkommene Entschädigung für die finanziellen Einbussen die ich durch den Betrieb der I.G. hinzunehmen hatte . . .

 
(Hier fehlt leider eine Abbildung)

Zehntes Mitteilungsblatt der
I.G. Kartonmodellbau (Juli 1991)
© 1991 Thomas Pleiner
und Lizenzgeber

Cover: Courtesy J.F.Schreiber/Aue

Offiziell »aufgelöst« wurde die I.G. Karton Modell nie. Mit der
Einstellung des zum Schluss ausschließlich von mir allein
hergestellten Magazins »schlief« die ganze Sache ein. Ende
1992 war mir persönlich eigentlich klar, dass ein gedrucktes
Magazin in dieser Art angesichts der geringen Anzahl Inter-
essenten und der noch geringeren Anzahl derer die zur Zah-
lung eines Kostenbeitrags bereit waren, wenig Zukunft hat.

Die Zukunft gehört wohl den schnellen elektronischen Medien . . .

Im Jahr nach der Einstellung des Mitteilungsblattes der
I.G. Karton Modell etablierten sich einerseits Scheuer und Strüver in Hamburg
als Händler und Verleger (HMV) und andererseits ein Verlag in München. Mit letzterem und dessen Hauszeitung setzte ich meine Öffentlichkeitsarbeit für den Kartonmodellbau bis ins Jahr 2004 fort - aber das ist eine völlig andere Geschichte . . .

Dem fügte sich nahtlos die aktive Mitarbeit in einigen Online-
Foren an (auf US-mailing listen leistete ich von 1996 bis 2004
aktiv Beiträge), was konsequenterweise 2005 zur Gründung
eines eigenes Online-Magazins ( aka: »Forum« ) führte. (2011 eingestellt)

 
(Hier fehlt leider eine Abbildung)

Elftes (Letztes) Mitteilungsblatt der
I.G. Kartonmodellbau (Januar 1992)
© 1992 Thomas Pleiner
und Lizenzgeber

Cover: Courtesy J.F.Schreiber/Aue

Versuch eines Fazits:

Zweifellos gehört elektronischen Medien die Zukunft. Gerade ein Produkt, das durch den »Druck-auf-Papier«
erst richtig zu leben beginnt, ist mit einer vorwiegend elektronischen Öffentlichkeitsarbeit besser gedient,
als nur mit einem Printmedium.
Das ist nur auf den ersten Blick ein Widerspruch, denn erst im Zeitalter elektronischer Medien konnten
sich derartig viele Gleichgesinnte auf und in den »mailing listen« und »Foren« finden und austauschen.
Ich bin aber der Meinung, dass digitale Hochgeschwindigkeitsmedien eine gedruckte Publikation
nicht völlig überflüssig machen. Gerade Beiträge oder Artikel, deren Relevanz über den jeweiligen Ver-
öffentlichkeitstag hinaus vorhanden ist, sind es wert, in einer gedruckten Publikation noch einmal zum
»Nach«-Lesen zusammengefaßt werden.
Zusammen mit meinen jeweiligen Mitstreitern oder Mitarbeitern wurden und werden alle Publikationen
die in und mit meiner Verantwortung entstehen, in Form eines Magazins konzipiert und geführt.
Die Einhaltung aller relevanten gesetzlichen Vorschriften ist selbstverständlich. Und wie bei einem
Magazin üblich, gibt es eine Chefredaktion mit definierten Aufgaben und selbst definierten Zielen.
Und eine Redaktion mit einer Anzahl von Redakteuren, die eine möglichst breit gefächerte Berichter-
stattung gewährleisten. Und über den Tellerrand sehen. Denn ständige Nabelbeschau erweitert
keineswegs den Horizont.

Die Chefredaktion (die Betreiber) werden für den Inhalt des von ihnen betriebenen Online-Magazins
vom Gesetzgeber verantwortlich gemacht - niemals können wir daher unser Kartonmodellbau-Magazin
mit dem Titel »Kartonmodell-Forum« als »Spielwiese« für verquaste Spinner freigeben, auf der alles passieren kann. Wenn doch, dann würde bald gar nichts mehr passieren.
Mir ist keine langfristig erfolgreiche Publikation bekannt, deren redaktionelle bzw. publizistische
Konzeption an außerparlamentarischem Gedankengut ausgerichtet ist.

Das nicht immer alles so funktioniert, wie gedacht oder geplant, damit muss man rechnen.
Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler - heute dieser und morgen ein anderer Fehler. Verzeihlich.
Und eine verantwortungsvolle Chefredaktion wird sich durch umsichtige Personalpolitik einen Stamm
von Redakteuren/Autoren aufbauen, mit dem sich dem Ziel genähert bzw. die gestellte Aufgabe
optimal erfüllt werden kann.
Wir reden von einem Hobby? Selbstverständlich! Und wenn wir einen hilfreichen Beitrag dazu
leisten wollen (Das wollen wir doch, oder?), dass dieses Hobby auch in 20 Jahren noch
existieren kann
, dann wäre wirklich abzuwägen, ob dies ohne »professionelle« Methoden
möglich ist, um ernst genommen zu werden.


Thomas Pleiner
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