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Sonntag, 23. November 2014, 21:42

HENSCHEL Feldbahnlokomotive 1:43 (Scholz, Hartmut) bahnVerlag 1990

HENSCHEL Feldbahnlokomotive 1:43 (Hartmut Scholz) bahnVerlag 1990

Im Archiv fand sich ein kleiner Stapel mit fünf dieser Modellbogen.
Der »bahnVerlag - Ulrich Schiefer« lässt sich als Herausgeber von Modellbogen leider nicht mehr finden.
Soviel ich weiss, wurde damals noch ein Lokschuppen (?) veröffentlicht, der sich
aber schon lange nicht mehr in meinem Archiv befindet ... und mir sind zum "Lokschuppen"
keine konkreten Details mehr in Erinnerung.
NACHTRAG zum »Lokschuppen« Im Jahre 1990 erschien von Hartmut Scholz im »bahnVerlag - Ulrich Schiefer«
ein Modellbogen mit dem Titel »Lokschuppen Gründerzeit« Bestellnummer bM101, Maßstab 1:87 (HO)
11 Bogen ca. DIN A4, ca. 280 Teile. Gezeigt wird ein zweiständiger Lokschuppen mit angesetzter Werkstatt
in für diesen Maßstab angemessener Detaillierung. Die Binnenzeichnung besteht im wesentlichen aus
manuell gezeichnetem Ziegelmauerwerk.


Man findet im Netz Lokomotiv-Modelle, die UNGLAUBLICH perfekt aussehen.
Dass deren Grundlage ein Modellbogen war/ist, kann optisch nicht mehr ausgemacht
werden. Dies ist in erster Linie eine Folge von ERHEBLICHEM modellbauerischem
und technischem Aufwand. Dieser Aufwand ist so erheblich, dass man sich spontan fragt, warum
nun jener Modellbauer ÜBERHAUPT einen Modellbogen zur Hand genommen hat.
Nun, das mag er für sich selbst entscheiden.
Persönlich ist das nicht das, was ich bevorzuge. Für mich SOLL ein Kartonmodell
IMMER als Kartonmodell erkennbar bleiben - stehts bemüht um Perfektion aber
niemals das Material und die damit verbundenen konstruktiven Eigenheiten
leugnen. Modellbauer, die absolut maßstabsgetreuen Funktionsmodellbau
in Museumsqualität zum Ziel haben, sind bei »Karton« sowieso auf der
»falschen Baustelle« Das ist meine schon immer vertretene Meinung.

Bei diesem Modellbogen hier hat es Hartmut Scholz leider versäumt, IRGENDETWAS zum
Vorbild zu sagen/schreiben. Es fehlt absolut JEDE Information. Unter der Lupe lässt
sich den aufgedruckten Schildern auf den Wasser(?)kästen so etwas wie »1901« oder »1911« (?)
entnehmen ... und eine fünfstellige (unleserliche) Nummer.
Wobei ich mir sicher bin, dass Feldbahn-Kenner auf Anhieb Typ, Baujahr etc. etc. zum
Vorbild nennen können.
Als bekennender »Nicht-Modellbahner« werde ich mich daher auf das BAUEN dieses
interessanten (denn DAS ist es!) Modells beschränken und ab und an meine etwas
konstruktiven-kreativen-ketzerischen Kritiken äussern.






(Der hier wiedergegebene Modellbogen ist zur Verhinderung von Kopien MIT ABSICHT verzerrt dargestellt!!!!)

In der Tat ist dieses Modell interessant, aber — bei allem Respekt — keine Meisterleistung.
Die zeichnerischen Ungenauigkeiten sind teilweise erheblich und erschweren ein sauberes
Montieren in fast jeder Bauphase. Die Nutzung eines wenig geeigneten Zeichnungsträgers
(in diesem Fall wohl Transparentpapier) rächt sich immer. Dazu kommen:

• ein für einen Modellbogen gänzlich ungeignetes Kartonmaterial (beidseitig gestrichen),
die Folge sind extrem "bröselnde" Schnitt- und Knickkanten.

• Das bei einer Lok »prominenteste« runde Teil ist der Kessel! Und DER ist hier QUER zur
Laufrichtung des Kartonmaterials auf dem Bogen angeordnet.

• Es fehlen fast vollständig »Mitten- und Ausrichtungsmarkierungen« und ähnliche Hilfsmittel.
Leider besonders da, wo es wichtig wäre ...

Das Modell ist für eine bewegliche Ausführung der Treib-, Kuppel- und Steuerstangen
ausgelegt. Nach eingehener Betrachtung der dazu im Bogen vorgesehenen Teile
werde ich darauf jedoch verzichten und mich auf ein Standmodell beschränken.

Nachtrag: Der im Beitrag [9] gezeigte vollständige Antrieb lässt das FEHLEN einiger
entscheidendender »Gelenke« erkennen. Die prinzipiell mögliche Beweglichkeit wäre
nach 2—3 Radumdrehungen bereits wieder zu Ende. Die Nachbildungen der Schiebersteuerung(en)
würden dieser »Quälerei« nur kurz standhalten ...


Nach dem Einsatz erheblicher Mengen Farbe zum Kantenfärben (und Kaschieren der
Pass-Differenzen) erhält man einen vorzeigbaren »Fahrwerksrahmen« ...



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Donnerstag, 1. Januar 2015, 18:49

HENSCHEL Feldbahnlokomotive 1:43 (Hartmut Scholz) bahnVerlag 1990

Die Entscheidung, das Fahrgestell vorerst NICHT mit Plattform und Kessel
zu verbinden, erscheint mir im Moment richtig ... das ist daher für
die folgenden Fotos nur provisorsich zusammengestellt.






Die vier Kesselumreifungen mögen maßstäblich OK sein ... zur Verbesserung des optischen
Effektes sollten diese aber DOPPELT so dick sein. Habe ich leider selbst viel zu spät
bemerkt.
Die Idee, Rohr- und Stehkessel aus EINEM Teil vorzusehen ist nicht gut.
Wäre besser aus zwei EINDEUTIG geformten Teilen gelöst worden.

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Freitag, 2. Januar 2015, 03:11

HENSCHEL Feldbahnlokomotive 1:43 (Hartmut Scholz) bahnVerlag 1990

Die kleinen Handstellräder (Ø ca. 3 mm) offenbaren erneut
die grundsätzliche Schwäche des Kartonmaterials ... selbst bei Verdoppelung und
24 Stunden Klebstofftrocknung ist das ganze dermassen
»schwabbelig« und instabil, dass es beinahe der mechanischen
Belastung des Ausschneidens nicht gewachsen ist ...





Obwohl bei diesem Projekt auf jegliche »Superung« verzichtet werden soll (Ausnahme Kantenfärben und
Passungenauigkeiten kaschieren), mag ich der Lok einen funkelnagelneuen Holzfußboden
verpassen. Nicht unbedingt wegen der Authenzität - eher zwecks Erprobung der Machbarkeit.
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Samstag, 3. Januar 2015, 03:42

HENSCHEL Feldbahnlokomotive 1:43 (Hartmut Scholz) bahnVerlag 1990

Das Lokomotivführerhaus ist aus 6 Teilen relativ einfach zu montieren.
Der kleine Höhenunterschied zwischen Seitenwänden und Rückwand
stört nur wenig ...
Leider ist auch das Dach innerhalb des Modellbogens quer zur Faserrichtung
angeordnet. Sauberes Runden wird dadurch erschwert ...




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Samstag, 3. Januar 2015, 03:49

HENSCHEL Feldbahnlokomotive 1:43 (Hartmut Scholz) bahnVerlag 1990

... dass man nach dem Schließen des Dachs von den Fahrstand-Details
kaum noch etwas sieht, ist schade ...




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Donnerstag, 8. Januar 2015, 02:26

HENSCHEL Feldbahnlokomotive 1:43 (Hartmut Scholz) bahnVerlag 1990

Beidseitig die Kästen ergänzt und die Kesseloberseite vervollständigt ...

... da bogenseitig der Schornstein innen NICHT schwarz ist,
bekam das Teil eine schwarze Innenverkleidung.
Ein winzigkleiner Griff in die Trickkiste ...

Dass der »Dom« auf dem Kessel leider nicht senkrecht sitzt,
ist auf eine kleinere zeichnerische Ungenauigkeit zurückzuführen.
Nicht schlimm - aber im Nachhinein nicht mehr zu korrigieren.

... aber eigentlich ist jedes »Jammern« vergebens, denn der
Modellbogen ist ja allenfalls noch antiquarisch zu bekommen.
Dennoch: der »matschige« Karton trübt den Modellbauspaß
doch erheblich ... siehe »Messingkranz« am Schornstein ...




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Freitag, 9. Januar 2015, 01:06

HENSCHEL Feldbahnlokomotive 1:43 (Hartmut Scholz) bahnVerlag 1990

Ein paar Kleinteile und die »Pufferbohlen« ergänzen das soweit gediehene
Lokomotiv-Modell. Auch die Makro-Aufnahmen enthüllen nicht alle
Schwächen der Produktion ...
... die Wahl die Grautöne als Rasterflächen zu drucken erweist sich für die Bilddokumentation als
extrem nachteilig ... Moirée-Effekte wohin man schaut. Minus!

Da in diesem Bauabschnitt wieder stark auffällt, dass Markierungskreise und
Dachkrümmungen nicht harmonieren (diese Ungenauigkeiten ziehen sich wie
ein »running gag« womöglich durch das ganze Objekt) macht die Arbeit daran
keine allzu große Freude mehr ...







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Mittwoch, 14. Januar 2015, 03:19

HENSCHEL Feldbahnlokomotive 1:43 (Scholz, Hartmut) bahnVerlag 1990

Weitere Ausarbeitung des Fahrgestells mit Zylindern (die leider SEHR unpräzise konstruiert
wurden, es FEHLEN beidseitig 2,5 mm breite Streifen als "Füllung" zwischen
Zylindermantel und Rahmen) dazu Bremsen und Räder.
Da nur noch eine recht überschaubare Anzahl von Teilen zur verbauen ist,
wird die Lok vollendet - angesichts der ganz schlimmen Materialqualität
und der grundsätzlich sehr ungenauen Ausführung der Zeichnung
gehört dieses Exponat eigentlich in den Papierkorb ...





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Donnerstag, 15. Januar 2015, 23:40

HENSCHEL Feldbahnlokomotive 1:43 (Scholz, Hartmut) bahnVerlag 1990

Vervollständigung des Antriebes auf der rechten Seite ... langsam kehren nach vierjähriger Abstinenz
meine feinmtorischen Fähigkeiten zurück ... und ohne Lupe geht das auch (noch) ...

Schade, dass der Spaß durch die ständig zu Kreidestaub zerbröselnden Material-Kanten
so nachhaltig getrübt ist - trotz häufigem Klingenwechsel und Glasplatte als
Schneidunterlage ... wirklich schade ...

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Montag, 26. Januar 2015, 03:30

HENSCHEL Feldbahnlokomotive 1:43 (Hartmut Scholz) bahnVerlag 1990

Um es frei nach Siegfried Lenz zu formulieren:
Inzwischen tut die Fertigstellung dieses Modells das, was sie so angenehm macht: Sie nähert sich ....

Hier noch - zwischendurch - alle Teile des noch nicht angebrachten Antriebs der
linken Seite...



Es bleiben ein paar Griffe, zwei Leuchten, zwei »Geländer« und die Einstiegsstufen, dann wäre das
geschafft ... :-) Sollte dann auch mit 2 - 3 Bildern erledigt sein.
Bliebe zu überlegen, ob nicht Teile eines weiteren Exemplares dieses Modellbogens
in doppelter Kartonstärke stellenweise zur optischen Verstärkung »verbraten« werden könnten.
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