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Samstag, 28. Januar 2017, 16:48

Neuheiten Schreiber Bogen zur Spielwarenmesse in Nürnberg 2017

Magirus-Deutz TLF 16 Feuerwehrwagen

1:24 • 11,5 Bogen • L 27 x B 10 x H 12

Dies ist ein Modell für den Meister im Kartonmodellbau.
Es hat nicht nur eine komplette Inneneinrichtung, auch das
Fahrwerk zeigt alle Details, und die Räder lenken. Da bleiben keine Wünsche offen.

Best.-Nr. 765, 19,90 €.

This is a model for specialists in cardboard model building.
Not only does it have complete interior fittings, but the chassis also
shows all the details and the wheels can be steered. It leaves nothing to be desired.

Order No. 765, 19.90 €.

Texte & Foto © 2017 Schreiber Bogen / Aue Verlag

Link zur Schreiber-Bogen Seite (KLICK)



Magirus-Deutz war in den 1950er und 1960er Jahren in Deutschland ein großer Name im
Nutzfahrzeugbereich. Hervorgegangen aus der Ulmer Feuerwehrgerätefabrik Magirus
wurde die Firma gerade auch im Bereich der Feuerwehrfahrzeuge Marktführer in Deutschland
und Europa. In den 1950er Jahren brachte Magirus wichtige Neuerungen in der Feuerwehrtechnik:
mit 52 Metern die höchste Drehleiter der Welt, den ersten Rüstwagen mit drehbarem Kran
oder die erste komplett hydraulisch bewegte Drehleiter.
War die Firma zeitweise der zweitgrößte deutsche Nutzfahrzeughersteller, erfasste sie in den 1970er
Jahren eine Krise. In der Folge ging Magirus im IVECO-Konzern auf, der zuerst überwiegend und
später vollständig zum Fiat-Konzern gehörte. Charakteristisch für Magirus waren die luftgekühlten
Motoren und das Markenzeichen, das ein stilisiertes Ulmer Münster und gleichzeitig ein M zeigt.

Das Modell zeigt auf der Basis des Magirus-Deutz Mercur 150D mit 150 PS aus 9,5 l Hubraum das
Tank-Lösch-Fahrzeug TLF 16 mit Allradantrieb. Der Wassertank fasst 2400 Liter bei einem
zulässigen Gesamtgewicht von 10 Tonnen und bis zu fünf Mann Besatzung.
In dieser Form als sogenannter Eckhauber wurde das Fahrzeug in den 1950er und 1960er
Jahren produziert. Noch heute werden viele dieser Modelle meistens von entsprechenden
Vereinen liebevoll gepflegt und in gutem Zustand einsatzfähig gehalten.
http://www.mtp-studio.de © 1975-2017 Thomas Pleiner - Alle Rechte vorbehalten • Dies ist eine redaktionelle Veröffentlichung im Sinne des UrhR. Speichern, Kopieren und elektronisches Verbreiten ist nicht gestattet.

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Samstag, 28. Januar 2017, 17:06

Neuheiten Schreiber Bogen zur Spielwarenmesse in Nürnberg 2017

Schlosskirche Wittenberg

1:200 • 7,5 Bogen • L 38 x B 18 x H 44

Wenn die Evangelische Kirche dieses Jahr das Reformationsjubiläum feiert,
wird auch die Schlosskirche Wittenberg im Mittelpunkt stehen.
Martin Luther hat nach einer Überlieferung vor 500 Jahren am Hauptportal seine 95 Thesen angeschlagen.

Best.-Nr. 758, 16,90 €.

When the Protestant Church celebrates the anniversary of the Reformation
this year, Wittenberg Castle Church will also be the centre of attention.
According to tradition, Martin Luther posted his 95 Theses on the main doors of the Castle Church 500 years ago.

Order No. 758, 16.90 €.

Texte & Foto © 2017 Schreiber Bogen / Aue Verlag



In unmittelbarer Nähe des Wittenberger Schlosses stand seit 1340 die Allerheiligenkapelle. Wegen Baufälligkeit ließ Kurfürst Friedrich der Weise 1489-1509 Schloss und Kapelle abreißen und ein neues Residenzschloss samt Kirche errichten. An Bau und Ausstattung waren berühmte Künstler wie Lucas Cranach der Ältere, Albrecht Dürer und Tilman Riemenschneider beteiligt. Die neue Schlosskirche wurde 1503 allen Heiligen geweiht und war ab 1507 Universitätskirche. Hier erhielten Studenten ihren Doktortitel. Akademische Würdenträger der Universität wurden hier beigesetzt.
Bekannt ist die Schlosskirche vor allem durch den Reformator Martin Luther. Er studierte ab 1508 in Wittenberg Theologie und wurde 1512 Doktor der Theologie. Später lehrte er an der Wittenberger Universität. Im Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther 95 Thesen gegen den Ablasshandel der Kirche. Nach einer Überlieferung schlug er sie am Hauptportal der Schlosskirche an. Nach seinem langjährigen Aufenthalt auf der Wartburg kehrte er oft nach Wittenberg zurück, um in der Schlosskirche zu predigen. Im Jahr 1525 führte man in der Schlosskirche den evangelischen Gottesdienst ein. Im gleichen Jahr starb Kurfürst Friedrich der Weise, ein großer Unterstützer Martin Luthers. Er wurde in der Schlosskirche beigesetzt. Auch die Gräber von Martin Luther und Philipp Melanchthon sind in der Schlosskirche zu sehen.
Die Schlosskirche Wittenberg war mehrmals von schweren Beschädigungen betroffen. Während des Siebenjährigen Krieges brannte sie bis auf die Grundmauern nieder. Zahlreiche Wertgegenstände wie auch die Thesentür im Hauptportal wurden dabei zerstört. Bei der Belagerung Wittenbergs durch die Preußen 1814 geriet der Neubau der Schlosskirche wieder in Brand. Die Preußen bauten daraufhin das Schloss zur Kaserne um. 1817 wurde die Universität nach Halle verlegt. Die Schlosskirche ging danach an das neu gegründete evangelische Predigerseminar. Im Jahr 1858 stiftete König Friedrich Wilhelm IV. eine neue Thesentür aus Bronze. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist die Kirche offiziell Denkmal der Reformation. Sie wurde zu der Zeit im neugotischen Stil umgebaut. Eine meterhohe Inschrift aus Mosaiksteinen unterhalb der neugotischen Turmhaube zeigt Worte aus dem von Luther verfassten Kirchenlied „Ein feste Burg ist unser Gott“.
1978-1992 war der bekannte Theologe Friedrich Schorlemmer Prediger an der Schlosskirche und Dozent am Predigerseminar. Er war Mitbegründer der Bewegung „Schwerter zu Pflugscharen“. Die DDR-Regierung verbot die Benutzung dieses Ausdrucks. Daraufhin schmiedete Schorlemmer bei einer Aktion auf dem Kirchentag in Wittenberg 1983 ein Schwert zu einer Pflugschar um. Von Oktober 1989 bis März 1990, zur Zeit der deutschen Wiedervereinigung, fanden in der Schlosskirche Gebetsgottesdienste „zur Erneuerung des Landes“ statt.
Zum 500. Geburtstag von Martin Luther wurden 1983 in die unteren Seitenfenster zwölf Glasbildnisse europäischer Reformatoren eingesetzt, die der Lutherische Weltbund in Auftrag gegeben hatte. Seit 1996 steht die Kirche auf der Welterbeliste der UNESCO. Bei einer Dachsanierung 1999-2000 griff man auf die Gestaltung im Jahr 1892 zurück, dabei erhielt die Kirche ein Dach aus farbig glasierten Ziegeln.
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Samstag, 28. Januar 2017, 17:12

Neuheiten Schreiber Bogen zur Spielwarenmesse in Nürnberg 2017

Römischer Belagerungsturm

1:87 (HO) • 3 Bogen • L 10 x B 6 x H 19

Wenn die Römer eine Stadt erobern wollten, mussten sie die Stadtmauern
überwinden. Diese fahrbaren Türme boten Schutz beim Überwinden der
Mauern wie bei der Benutzung als Rammbock. Auch das neue Modell hat
im unteren Bereich den beweglichen Rammbock sowie drei Klappbrücken.

Best.-Nr. 759, 7,90 €.

When the Romans wanted to conquer a town, they had to overcome the town walls.
These mobile towers offered protection when surmounting the walls and also when
using it as a battering ram. This new model also has a mobile battering ram in
the lower area as well as three drawbridges.

Order No. 759, 7.90 €.

Texte & Foto © 2017 Schreiber Bogen / Aue Verlag



Ein Belagerungsturm war in der Antike weit verbreitet. Schon die Assyrer nutzten ihn zur Belagerung und Eroberung. Die Perser übernahmen diese Angriffsmethode, und auch die Griechen wandten sie bald an. Im antiken Rom wurden Belagerungstürme seit dem 2. Jahrhundert vor Christus verwendet. Ihre ersten Türme bauten die Römer nach griechischem Vorbild.
Belagerungstürme waren unterschiedlich ausgestattet. Die typischen Merkmale zeigt das vorliegende Modell. Auf sechs bis acht Rädern wurde der Turm möglichst nahe an die Mauern der belagerten Städte herangefahren. Damit die Türme bewegt werden konnten, wurde das Gelände planiert bzw. Rampen angelegt. Im unteren Teil war ein beweglicher Rammbock angebracht, mit dem die Mauern eingerissen werden konnten. Darüber befanden sich eine oder mehrere Etagen, von denen aus die Soldaten mit Hilfe einer Fallbrücke auf die Mauer der belagerten Stadt übergehen konnten. Von der obersten Plattform aus konnten Bogenschützen die Wachen auf der Mauer attackieren. Die aus Holz erbauten Türme wurden häufig mit feuerfestem Material verkleidet, um den Turm und die Soldaten im Inneren vor Angriffen mit Brandsätzen zu schützen. Manche Türme wurden sogar mit Eisenplatten gepanzert. Da diese Türme aufgrund ihres Gewichts schwieriger zu bewegen waren und teilweise sogar einstürzten, verzichtete man bald wieder auf diese Panzerung.
Unter Cäsar gab es Belagerungstürme, die bis zu zehn Etagen hatten. Bei der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 nach Christus verwendeten die Römer einen Turm, der über 22 Meter hoch gewesen sein soll. Der größte römische Belagerungsturm war im Jahr 73 nach Christus bei der Stürmung der jüdischen Festung Masada im Einsatz. Aufgrund der Mauerhöhe mussten die Römer für diesen Kampf einen Turm von mehr als 26 Metern Höhe bauen.
Manche Türme wurden mit Tierhäuten behängt, um den Pfeilen der Angreifer den Schwung zu nehmen. Da viele Belagerte ihre Mauern während der Belagerung erhöhten, um die Angriffe mit den Fallbrücken zu vermeiden, soll es noch eine weitere Spezialkonstruktion gegeben haben. Angeblich statteten die Römer einige Türme mit höhenverstellbaren Plattformen aus, die mit Flaschenzügen bedient werden konnten. Leider gibt es kaum Quellen, die die Existenz solcher Türme belegen.
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Samstag, 28. Januar 2017, 17:16

Neuheiten Schreiber Bogen zur Spielwarenmesse in Nürnberg 2017

Taj Mahal

1:300 • 6 Bogen • L 31 x B 30 x H 20

Das Bauwerk, komplett mit feinstem Marmor verkleidet,
spiegelt die große Liebe des indischen Großmoguls zu
seiner Frau. Im Modell ist die Hauptkuppel abnehmbar,
damit der Blick ins Innere frei wird.

Best.-Nr. 760, 14,90 €.

This building, which is completely clad in the finest marble,
reflects the great love of the Indian Mughal ruler for his wife.
In the model, the main dome is detachable to enable a good view of the interior.

Order No. 760, 14.90 €.

Texte & Foto © 2017 Schreiber Bogen / Aue Verlag



Der Taj Mahal (Tadsch Mahal) ist ein Mausoleum in Agra im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Er wurde erbaut vom Großmogul Shah Jahan im Gedenken an seine große Liebe, seine verstorbene Frau Mumtaz Mahal. Begonnen wurde mit dem Bau des Taj Mahal im Jahr 1631. Der Zeitpunkt der Fertigstellung ist umstritten und wird auf den Zeitraum zwischen 1644 und 1654 datiert.
Das symmetrisch gebaute Mausoleum steht auf einer 100 x 100 Meter großen Marmorplattform und wird von einem 18 Hektar großen Garten umgeben, in dem sich ein großes Wasserbecken befindet. Der Baustil weist sowohl indische als auch persische Elemente auf. Die Baumaterialien wurden aus vielen Teilen Indiens und Asiens herangeschafft. Für den Transport waren über 1.000 Elefanten im Einsatz. Das Gebäude besteht komplett aus Marmor, außerdem wurden 28 verschiedene (Halb-)Edelsteinarten verwendet. Die Minarette sind leicht geneigt gebaut, damit sie bei einem Erdbeben nicht auf das Gebäude stürzen.
Um das Mausoleum Taj Mahal ranken sich zahlreiche Legenden: So soll angeblich den Handwerkern, die am Bau beteiligt waren, eine Hand abgehackt und die Architekten hingerichtet worden sein, damit niemand das Gebäude nachbauen konnte. Das ist allerdings nicht belegt. Eine andere Legende erzählt, im 19. Jahrhundert hätten britische Kolonialherren geplant, Taj Mahal stückweise nach England zu verkaufen. Diese Geschichte beruht aber wohl eher darauf, dass andere archäologische Funde aus der Umgebung von Agra verkauft werden sollten.
Heute wird der Taj Mahal als Gebetsstätte für muslimische Bürger genutzt. Seit im Jahr 2006 eine Bombendrohung für das Gebäude einging, kann es nur noch unter massiven Sicherheitsvorkehrungen betreten werden. Durch Luftverschmutzung verfärben sich die Marmormauern des Gebäudes gelb. Um weitere Schäden zu vermeiden, wurde über dem Taj Mahal ein Flugverbot verhängt, PKW und Busse dürfen sich nur noch bis auf zwei Kilometer nähern.
Heute gilt der Taj Mahal als schönstes und bedeutendstes Bauwerk aus der Zeit der Moguln. Es hat weltweiten Ruhm erlangt. Die UNESCO ernannte es 1983 zum Weltkulturerbe. Im Jahr 2007 gelangte das Bauwerk auf eine neue Liste von sieben Weltwundern, über die im Internet abgestimmt worden war.
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Samstag, 28. Januar 2017, 17:20

Neuheiten Schreiber Bogen zur Spielwarenmesse in Nürnberg 2017

Venezianische Gondel

1:33 • 2,5 Bogen • L 35 x B 13 x H 8

Es war Zeit, dass es ein Modell dieses Wahrzeichens der Lagunenstadt
als Schreiber-Modell gibt. Schlank und elegant kommt sie daher mit ihrem
Gondoliere in der vorgeschriebenen Kleidung. Da kommt gleich Urlaubsstimmung auf.

Best.-Nr. 761, 7,90 €.

It was high time for there to be a Schreiber Model of this symbol of the
city of lagoons. The gondola is slim and elegant, with its gondolier wearing
the required dress code. This immediately puts you in a holiday mood.

Order No. 761, 7.90 €.

Texte & Foto © 2017 Schreiber Bogen / Aue Verlag



Im 11. Jahrhundert wurden die Gondeln auf Venedigs Kanälen erstmals urkundlich erwähnt. Die Herkunft des Wortes ist nicht ganz sicher. Mögliche Ableitungen aus dem Lateinischen oder Griechischen sind: „cimbula“ (kleines Boot, Nachen), „concula“ (Tasse), „kondylion“ (Kasten) oder „kuntò“ (treiben, rudern, schieben). Der erste Bauplan einer Gondel stammt aus dem 14. Jahrhundert. Es gab aber noch keine einheitliche Bauform. Adlige und Patrizier schmückten ihre Gondeln in allen möglichen Farben und mit prunkvollen Verzierungen. Senat und Kirche störten sich an diesem Prunk und erließen 1562 ein Gesetz, das für alle Gondeln eine einheitliche schwarze Farbe vorschrieb. Nur für Feste und für Gesandte sollte es Ausnahmen geben. In Venedig gab es im 16. Jahrhundert mehr als 10.000 Gondeln.
1882-1884 entwickelte der Bootsbauer Domenico Tramontin eine Konstruktion, die noch heute bei modernen Gondeln üblich ist. Das wichtigste Merkmal dieser Konstruktion ist eine leichte Kürzung der Bordwand an der Steuerbordseite. Dadurch ist die Backbordseite etwas stärker gewölbt. Da der Gondoliere links steht und rechts rudert, soll die Krümmung verhindern, dass sich das Boot im Kreis dreht. Eine Gondel wird traditionell aus acht verschiedenen Hölzern gebaut. Die schwarze Farbe ist eine besondere Mischung, die es nur in Venedig gibt. Die Rudergabel wird in speziellen Werkstätten gefertigt. Eine Gondel besteht aus 280 Einzelteilen und wiegt 400-500 Kilogramm. Die Fertigung dauert 500 Stunden und kostet 13.000-25.000 Euro. Am Bau sind Zimmerleute, Tischler, Schlosser, Kunstschmiede, Graveure und Polsterer beteiligt. Viele Werften produzieren heute Sperrholzgondeln, um Kosten einzusparen. Allerdings sind dadurch auch viele traditionelle Werkstätten in ihrer Existenz bedroht.
Als Gegengewicht zum Gondoliere ist am Bug ein großes Stück Metall angebracht. Es symbolisiert die Stadt Venedig. Das obere Ende erinnert an die Kopfbedeckung der Dogen. Sechs Zacken darunter stellen die Stadtteile dar. Ein zum Heck zeigender Zacken steht für die Insel Giudecca. Auch für die Gondolieri spielen Tradition und Symbolik eine wichtige Rolle. Eine eigene städtische Verordnung schreibt die Kleidung vor. Im Sommer muss ein Gondoliere lange dunkle Hosen ohne Taschen tragen, dazu ein rot- oder blaugestreiftes Hemd. Sogar die Streifenbreite ist geregelt. Das Band am Strohhut des Gondoliere hat die gleiche Farbe wie das Hemd. Die Farben stehen für jeweils drei Stadtteile. Zusätzlich ist ein weißes Leinenhemd erlaubt. Schwarze Schuhe sind Pflicht. Im Winter tragen die Gondolieri dunkle Kleidung, dazu sind Regenjacken und Pudelmützen in gleicher Farbe erlaubt. Verstöße gegen die Kleiderordnung werden mit empfindlichen Geldbußen bestraft. Traditionell sind Männer als Gondolieri tätig. 2007 erstritt eine Deutsche vor Gericht die Lizenz, eine Gondel zu lenken, darf aber nicht die Berufsbezeichnung führen. 2010 absolvierte eine Frau die erforderliche Ausbildung und darf sich offiziell „Gondoliera“ nennen. Eine Gondelfahrt ist ein teures Vergnügen: 35 Minuten ohne Gesang kosten 80-100 Euro.
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Samstag, 28. Januar 2017, 17:25

Neuheiten Schreiber Bogen zur Spielwarenmesse in Nürnberg 2017

Gitarre

1:5 • 3 Bogen • L 21 x B 8 x H 2

Sie ist das Instrument, das in Deutschland am häufigsten gespielt wird.
Und im Maßstab 1:5 entsteht daraus ein sehr hübsches Modell.
Zu dem Set gehören auch ein verstellbarer Notenständer, ein Stuhl und die Fußstütze.

Best.-Nr. 762, 9,90 €.

The guitar is one of the most frequently played instruments.
And a very pretty model has been created with a scale of 1:5.
An adjustable music stand, a chair and a footrest belong to the set.

Order No. 762, 9.90 €.

Texte & Foto © 2017 Schreiber Bogen / Aue Verlag



Die Gitarre zählt zu den beliebtesten Musikinstrumenten. Es gibt viele unterschiedliche Ausführungen. Das vorliegende Modell zeigt eine klassische Konzertgitarre. Sie gehört zu den Saiteninstrumenten und zu den Zupfinstrumenten. Das Wort Gitarre kommt aus dem Spanischen („Guitarra“), war aber auch schon im Arabischen und Altgriechischen gebräuchlich. Die Geschichte der Gitarre ist mehrere Jahrtausende alt. Schon auf einem Relief in einem babylonischen Tempel wurde ein Instrument gespielt, das der Laute ähnelt, einer Verwandten der heutigen Gitarre. Auch auf Zeichnungen aus der Zeit der ägyptischen Pharaonen spielten Frauen gitarrenähnliche Instrumente.
Als Vorläufer der Gitarre gilt die Oud, die im 10. Jahrhundert durch die Mauren nach Spanien kam. In der Renaissance entwickelte sich aus der Oud die Laute. In Spanien entstand nach ihrem Vorbild die Vilhuela, die bereits einen flachen Resonanzkörper hatte. Veränderungen in der Musik hatten auch Konsequenzen für die Instrumente. Im Barock spielten Akkorde eine wichtige Rolle. In der Klassik wurde die Melodie wichtiger. Dementsprechend musste das Instrument angepasst werden. Das führte dazu, dass die Vilhuela bald keine Rolle mehr spielte. Im 19. Jahrhundert wurde die Besaitung der Gitarre verändert. Es wurde nun auf sechs statt fünf Saiten gespielt. Von anderen Instrumenten übernahm man die Tonlagen der Saiten. So entstand die Gitarre in der heutigen Form.
Der Aufbau einer Gitarre gliedert sich in drei Abschnitte: Resonanzkörper, Hals und Kopfplatte. Der Resonanzkörper besteht aus Boden und Zargen aus hartem Holz und einer Decke aus weichem Holz. In der Decke befindet sich das Schallloch. Auf der Decke ist neben dem Schallloch der Saitenhalter aufgeleimt, auf dem ein kleiner Steg befestigt ist. Der Hals ist bei den meisten Gitarren auf der Rückseite leicht gewölbt und hält auf der Vorderseite das Griffbrett. Es ist in Bünde unterteilt, die das Greifen der Akkorde erleichtern. Das Griffbrett besteht meistens aus hartem Holz und reicht vom Schallloch über den Hals bis hin zum Sattel zwischen Hals und Kopfplatte. Die Kopfplatte enthält die Stimmmechanik. Die Saiten werden im Saitenhalter befestigt und über Steg, Schallloch, Griffbrett und Sattel gespannt. Sie werden um die Stimmmechanik gewickelt und straff gespannt. Je straffer eine Saite gespannt ist, desto höher ist ihre Tonlage. Die Saiten bestehen meist aus Nylon. In der Regel haben sie einen Tonumfang von zwei Oktaven und eine Grundstimmung in den Tonlagen E, A, d, g, h und e1.
Neben der Konzertgitarre ist auch die Westerngitarre weit verbreitet. Sie wird mit Stahlsaiten bespannt. Konzertgitarren eigenen sich besonders gut zum Erlernen des Instruments. Ein Studie zufolge nahmen im Jahr 2015 in Deutschland etwa 120.000 Schüler Gitarrenunterricht. Damit steht die Gitarre auf der Beliebtheitsskala an zweiter Stelle nach dem Klavier. Viele bringen sich dieses Instrument auch selbst bei.
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Samstag, 28. Januar 2017, 17:30

Neuheiten Schreiber Bogen zur Spielwarenmesse in Nürnberg 2017

Meersburg am Bodensee

1:200 • 9 Bogen • L 51 x B 26 x H 22

Die Meersburg ist gewachsen: Um Ihrer Bedeutung gerecht zu werden,
wurde das Modell auf den Maßstab 1:200 vergrößert (früher 1:300).
Sie zeigt jetzt noch besser ihre wehrhaften Mauern, die dem Angriff
mit Feuergeschützen standhielten, als die Burg 1334 angegriffen und belagert wurde.

Best.-Nr. 763, 16,90 €.

Meersburg Castle has grown: in order to do justice to its significance,
the model has been enlarged to the scale of 1:200 (formerly 1:300).
It now presents in a far better way the fortified walls which withstood
cannon fire when the castle was attacked and besieged in 1334.

Order No. 763, 16.90 €.

Texte & Foto © 2017 Schreiber Bogen / Aue Verlag



Mauern aus grauer Vorzeit, unbehauene, mächtige Steine, kraftvoll gefügt zu Schutz und Trutz: So steht König Dagoberts Turm im Herzen der Meersburg. Stolz trägt er den Namen seines Erbauers, soll doch nach alter Sage der Merowingerkönig Dagobert I. die Burg im 7. Jahrhundert gegründet haben. In der „Schweizerchronik“ aus dem Jahr 1548 heißt es: „Merspurg ist ein gar alter plaz, etwan von künig dagoberten geaufnet und zu einem Far- oder Schifflände gegen Constanz geordnet.“
Hoch über dem Bodensee blickt die Meersburg zurück auf mehr als ein Jahrtausend europäischer Geschichte. Könige, Kaiser, Bischöfe haben an ihr gebaut. Mauern wie Jahresringe. Geschichte zum Anfassen. Den Fürstbischöfen von Konstanz diente die Burg ab 1268 als Sommerresidenz und nach der Reformation Anfang des 16. Jahrhunderts als Regierungssitz. Bei der Säkularisation im Jahr 1803 fiel sie an das Großherzogtum Baden, das für einige Zeit das badische Hofgericht der Seeprovinz in die Burg verlegte. Wegen der hohen Unterhaltungskosten wurde die Meersburg jedoch 1838 verkauft. Seither ist sie in Privatbesitz.
Nie wurde die Meersburg erobert oder zerstört. Sie war die erste Burg in Deutschland, die mit Feuergeschützen angegriffen wurde. Doch die dicken Mauern hielten der 14-wöchigen Belagerung im Jahr 1334 stand. Mit Weitsicht und List hatte der Burgherr für die Sicherung gesorgt, von der man sich noch heute überzeugen kann.
Vielleicht streifen Sie auch einmal durch die Meersburg, spüren, wie man beisammensaß, wenn ziehende Sänger in die Saiten griffen, fühlen, wie die Mauern vom Waffengeklirr widerhallten, die Angreifer von den Wehrgängen aus zurückgeschlagen wurden. Sehen Sie die Harnische blinken in der Waffenhalle, schauen Sie hinunter in den tiefen Brunnen, der bis auf die Höhe des Seespiegels reichte. Stellen Sie sich mit Schaudern vor, wie die Gefangenen im Burgverlies schmachteten.
Auch der Turm, den Annette von Droste-Hülshoff als Arbeitszimmer nutzte, und ihre Wohnräume können besichtigt werden. Die berühmte Dichterin aus Westfalen lebte einige Jahre als Gast bei ihrem Schwager Joseph Freiherr von Laßberg auf der Meersburg. Ihre Zeit dort war von großer Bedeutung für ihr Werk. Und auf der Meersburg starb sie auch im Mai 1848.
Die Meersburg ist ganzjährig als Museum zugänglich. In der Burg gibt es auch ein gemütliches Café mit Terrasse und Biergarten.
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Samstag, 28. Januar 2017, 17:36

Neuheiten Schreiber Bogen zur Spielwarenmesse in Nürnberg 2017

Fabrikgebäude

1:87 (HO) • 6 Bogen • L 30 x B 18 x H 23

Vielfach gewünscht wurden Industriebauten. Deshalb gibt es jetzt für
die H0-Modellbahn das Fabrikgebäude mit frei stehendem Schornstein.
Wer möchte, kann Fenster und Türen gegen die Fassade zurücksetzen,
und nach Wunsch kann es mit „Maschinenfabrik“ oder „Brauerei“ beschriftet werden.

Best.-Nr. 764, 12,90 €.

Industrial buildings have frequently been requested. For this reason
the factory building with a free-standing chimney stack is now available
for the H0 model railway layout. Those who wish to can have the doors
and windows set back into the façade.

Order No. 764, 12.90 €.

Texte & Foto © 2017 Schreiber Bogen / Aue Verlag

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Samstag, 28. Januar 2017, 17:40

Neuheiten Schreiber Bogen zur Spielwarenmesse in Nürnberg 2017

Zur Geschichte des Kartonmodellbaus, Heft 16

In dem neuen Heft geht es um Modellbaubogen vom Olympischen
Dorf 1936, um Prospekte und Kataloge von Modellbaubogen,
um die Borgward Isabella und Verlage aus den USA und Spanien.

12,80 €.

The new magazine deals with model building sheets of the
1936 Olympic Village, leaflets and catalogues about model building
sheets, the Borgward Isabella and publishing firms in the USA and Spain.

12.80 €.

Texte & Foto © 2017 Schreiber Bogen / Aue Verlag



Aus dem Inhalt: Werbung und Verlagskataloge als Quellen zur Geschichte des Kartonmodellbaus – Vorstellung des Modellbaubogens „Das olympische Dorf 1936“ – Bericht über ein Modell der Borgward „Isabella“ Hansa 1500 – Überblick über den Kartonmodellbau in den USA – Vorstellung des spanischen Modellbauverlags Editorial Hernando – Modellbogen-Beilage: Unterseebootes U9.
Herausgegeben vom Arbeitskreis Geschichte des Kartonmodellbaus (AGK) e.V., 64 S., kartoniert, durchgehend farbig, Format: DIN A4.
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