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Montag, 30. Mai 2011, 19:35

Die anschliessend zur Montage anstehende Baugruppe muss völlig
von der Bauanleitung abweichend zusammengesetzt und angebracht
werden - ansonsten würde dieses Teil »Opfer« der unzulänglichen
Materialqualität.
Ein umlaufendes, nicht-symmetrisches 4-eckiges Profil, das rundum lediglich
von vier jeweils nur 2 mm breiten Materialstegen »gehalten« wird, erfordert
wirklich ein besseres Material.
Eigentlich ist die Idee, diesen umlaufenden, bedachten Mauervorsprung
aus einem Profil zu lösen, ein geniale Idee. Aber die Materialeigenschaften
machen dieser Idee den Garaus - und auserdem müssten die Ziegel-Vorderkanten
über das Profil hinausragen - und nicht abschliessen.



Die zu Beginn dieses Themas geäusserte Absicht, dieses Modell soweit
als nur irgend möglich ohne Hilfs-, Zusatz- oder Ersatzkonstruktionen
zu bauen, führt bei dieser Struktur dazu, dass dieses »Profil« in 2 Teilen
an das Gebäude geklebt wird.



Eine Längsseite wird herausgetrennt; die verbleibende Strukur - "U"-förmig -
kann einigermassen problemfrei um drei Seiten des Gebäudes geklebt
werden . . . wenn alles ausgerichtet, angedrückt und getrocknet ist,
kann das übriggebliebene Profilstück eingepasst und befestigt werden.



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© 1998 ERKOTyp/Praha/CZ- Alle Rechte vorbehalten
© 2005 - 2008 Thomas Pleiner - Alle Rechte vorbehalten
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Montag, 30. Mai 2011, 19:36

Der Vorteil dieser Art von »geteilter« Montage liegt unter anderem darin,
dass dieses Profil - was für die Optik sehr wichtig ist - vollkommen plan
an die Gebäudewände gedrückt werden kann.
Und das ohne verkrampfte Geraderück-Aktionen.



Entgegen meinen Befürchtungen hat dann das Einsetzen des separaten
Längsprofils keine grösseren Anpassungen mehr erfordert.



Die verbliebenen minimalen »Spältchen« (anders kann man sie kaum
nennen) wurden mit getupftem Weissleim geschlossen und mit den
im Bogen enthaltenen vier Firststreifen kaschiert.

... jaja - die letzte Ecke ist mir nicht ganz so gelungen.

Der auf dem Bild deutlich sichtbare Versatz der Markierungslinien für das
Mauerprofil (Teil39) ist übrigens tatsächlich eine zeichnerische
Ungenauigkeit - denn physikalisch "greifen" die Gebäudeecken
und -einsprünge perfekt.

Der Versatz entspricht etwa einer Materialstärke . . . .
Das Profil wird diesen Linienversatz aber verdecken . . .

... und für die nicht überstehenden Ziegel wird mir auch noch etwas
einfallen . . .



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Montag, 30. Mai 2011, 19:38

Der anstehende Montageabschnitt - Das Dach - sieht auf den Montagezeichnungen
komplizierter aus, als er in Wirklichkeit ist.

Bei diesem Modell besteht die Hauptdach-Konstruktion im Prinzip
aus drei Teilen, wobei ein blech-gedecktes Satteldach mit umlaufender,
ziegelgedeckter Mauerkrone nachgebildet wird. (in Wirklichkeit natürlich
nicht dreigeteilt - nehme ich an )

Das Bild zeigt alle für das komplette Dach notwendigen Teile - noch
ohne gefärbte Kanten.



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Montag, 30. Mai 2011, 19:39

... und schon kommt neue Freude auf!

Was man auf der »Gesamtübersicht« der Dachteile nämlich nicht sehen
kann: Diese befinden sich verteilt auf 3 Bogen, wobei einer dieser
Bogen obendrein auf einem anderen »Druckbogen« gestanden haben
muss . . .

Dass es angesichts der bereits angemerkten drucktechnischen Schwächen
dieses Modellbogens zu leichten Farbunterschieden kommt, wenn Teile nicht
auf demselben Druckbogen stehen - das hatte ich erwartet.
War daher auch nicht überrascht, solchermassen Erwartetes
vorzufinden.
Überrascht war ich dann aber doch von der groben Passerungenauigkeit!
Der Versatz der Magenta- und Gelb-Druckplatte(n) gegenüber Schwarz
ist deutlich zu erkennen - obendrein ist Schwarz aus Magenta und Gelb
ausgespart.

Zum Vergleich ein »gutes« Teil neben ein »schlechtes« gelegt:





Jetzt ist diese Passerverschiebung leider an prominenter Stelle!
Es handelt sich um die Bedachung der Mauerkrone - ist also das
Erste, was einem bei diesem Modell ins Auge fällt . . . kann man also
nicht so lassen . . .

Dies ist der erste Grund, warum es eine neue Bedachung geben wird!

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Montag, 30. Mai 2011, 19:41

Als erstes wird aber jetzt mit den Teilen 80 + 81 die Innenverkleidung des
Dachraumes komplettiert.



Gezeigt wird das drucktechnisch weniger optimale Teil - durch die Passerunge-
nauigkeit wirkt der Farbeindruck ziemlich wolkig und verwaschen und die Dach-
ziegeldarstellung . . . siehe vorherigen Beitrag.



Das herausnehmbare »zentrale« Mittelstück des Daches ist ein relativ
triviales Gebilde (wird auf den nächsten Bildern zu sehen sein),
»spannender« sind da die Dächer für den linken und rechten Aussen-
bereich.

Aus jeweils vier einzelnen, gekröpften und sich hinterschneidenden
Teilen werden zwei Einsätze gebildet, die dann nach der Methode »von- hinten-
durch-die-Brust-erschossen« in das Gebäude regelrecht hineinimplantiert
werden.





... da wünscht man sich drei Extra-Hände!
(Und keine Beschwerden - später nicht sichtbare Flächen sind bei
Kartonmodellen immer »kontaminiert« . . . )

Dennoch - Die konstruktive Idee ist ebenso simpel wie genial:
Alles schiebt sich (fast) von selbst in die richtige Position mit
sozusagen »eingebauter« Versteifungsautomatik . . .
Aber ein Klebstoff, der nicht allzu schnell »anzieht« darf es dann doch
sein. . . .

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36

Montag, 30. Mai 2011, 19:42

Hier - ohne grössere literarische Anmerkungen - das herausnehmbare
Dachteil . . .

Sollte vielleicht doch angemerkt werden: die beiden »Dachziegelstreifen«
sind erkennbar noch nicht mit den die Traufe bildenden Laschen der Wände
1-4 verklebt . . .





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37

Montag, 30. Mai 2011, 19:44

Aaaahhh! Eines der Dach-Seitenflächenstücken ist montiert . . .



Sehr schön zu sehen, dass die Ziegeleindeckung hier einen geringen (aber
optisch wichtigen!) Überstand über die Traufstreifen hat



Anhand der beiden vorstehenden Bilder ist nun auch der zweite Grund
ersichtlich, warum es eine neue Ziegeleindeckung der Mauerkrone
geben muss: Zu den Passerungenauigkeiten kommen die wenig attraktiven
vier Nähte auf der Mauerkrone - obendrein stossen dort einwandfrei
gedruckte Ziegelstreifen an Ziegelstreifen mit Passerungenauigkeit.

Das ganze interessante Dach würde dadurch optisch runiniert.

Man nehme also aus einem der zahlreichen Dubletten dieses Modellbogens
das am besten gedruckte Dachziegelstück und »bastle« daraus in
Photoshop neue, perfekte Ziegelstreifen, die nur an den mit Firststreifen
zu überdeckenden Ecken zusammenstossen.

... aber zuerst wird noch das zweite Dachseitenstück eingesetzt . . .



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Montag, 30. Mai 2011, 19:45

... obwohl es mich im Nachhinein »schaudert« . . .

Hier die kritischen Stellen, die definitiv ein paar neue Teile erfordern.
Bedauerlicherweise ist anzumerken, dass die Idee, die Bedachung des
Mauerkranzes aus vier unabhängig von einander zu montierenden Teilen
nicht gerade als »highlight« konstruktiver Einfälle gelten kann.

Sorry - ich muss mich korrigieren: Intelligente Konstruktionsarbeit ist
das natürlich! Aber: Vyskovsky hätte allerdings - allein wegen der
Teiledimensionen von Mauerkrone und Bedeckung, deren optisch
ins Auge springenden Position und der potentiell möglichen kleineren
Unvollkommenheiten beim Zusammenbau, eine Lösung finden
müssen/können, die genau diese Risiken weitestgehed ausschliesst.

Und man vergesse nicht die diese »Problematik« verstärkenden
Passerungenauigkeiten beim Druck.





Da - wie im ersten Bild zu erkennen - auch die Innenseiten der Mauerkrone
optisch nicht das »gelbe vom Ei« sind, konnte mit den eingeleiteten kosmetischen
Maßnahmen auch dieser Makel behoben werden.
Dabei will ich nicht ausschliessen, da vielleicht hin und wieder
doch mit zu »heisser« Tube geklebt zu haben - da aber die »gaps«
rundrum und alle fast gleich »breit« sind (glaube ich) eher eine
Folge der ganz am Anfang entzerrten und neu ausgedruckten
Längswände . . . wie auch immer: Das Problem ist behoben!

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39

Montag, 30. Mai 2011, 19:47

Wie zuvor schon erwähnt: Aus Scans der drucktechnisch besten Teile
werden in Photoshop »neue« Rohlinge erstellt. Die dann erst einmal
angepasst werden müssen.
Einer dieser erhalten gebliebenen Rohlinge ist das schwarz/weisse Teil
rechs im Bild.

Und ich hatte vergessen zu erwähnen, dass natürlich alle vier Seiten
der Mauerkrone (mit Bedeckung) neu erstellt werden müssen - sonst
würden Material und Farbeindruck wieder nicht übereinstimmen.





Wie da im Einzeln vorgegangen wurde, ist hier im Zusammenhang nicht
wichtig. Aber es hat doch einige Stunden gedauert und viele Probeausdrucke
auf unterschiedlichen Materialien benötigt, um eine einigermassen
akzeptable Übereinstimmung mit dem Rest des Gebäudes zu erreichen.
Am Ende wurden sogar innerhalb der kompletten Ziegelstruktur
neue Linien und ein neuer roter Hintergrund eingezogen . . .

Die vier »neuen« Teile werden dann einfach über die vorhandenen
Strukturen drübergeklebt.

Dies vielleicht auch als Anregung, wie mit solchen »kritischen«
Konstruktionsdetails umgegangen werden kann.

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Montag, 30. Mai 2011, 19:49

Dass sich die Mühe gelohnt hat und der optische Gesamteindruck des
Daches erheblich verbessert hat, zeigen die folgenden Bilder . . .







... eine perfekte Mauerkrone mit schnurgerade-umlaufender Eindeckung.
Vor allem ohne den Stil des Designers zu verlieren.

Und nur wenn man es weiss: Das Reflexionsverhalten des Materials für
das »neue« Dach ist etwas anders, als das des »Originalmaterials«. Was
aber tatsächlich nur bei bestimmten Lichverhältnissen erkennbar ist.

Auch der hier beschriebene Eingriff (bzw. Umbau) rangiert für mich noch
unter dem eingangs genannten Vorhaben, das Modell »wie aus dem Bogen«
zu bauen - wozu dann auch die »originalen« Firststreifen gehören.
Die sind proportional sicher etwas überdimensioniert, aber zusammen
mit dem umlaufenden Dach »eine Ebene tiefer« ergibt sich dann
doch wieder eine stimmige Optik.
___________________________

Lt. Bauanleitung ist an dieser Stelle ein wichtiger Abschnitt des Modells
»abgeschlossen«. Und wie man vielleicht bemerkt hat, ist noch keine
der vier Aussenwände mit irgendwelchen dekorativen Elementen oder Strukturen versehen.
Ausnahme: Die Pilaster der Loggia - aber an die Wand käme man jetzt
ja auch nicht mehr so richtig dran . . .

Die nächsten Beiträge werden sich also mit ganz vielen Säulen, Kapitellen, Pilastern
und Friesen beschäftigen . . .

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