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Montag, 30. Mai 2011, 19:51

Die »Nordwand« (... wie das klingt ...) ist mit allen im Modellbogen
enthaltenen architektonischen Verzierungen versehen:





Als vor 6!!! Wochen die Fensterlaibungen auf die aufgedruckten Fensterahmen
zwischen den Pilastern geklebt wurden, war leider noch völlig unklar,
dass »unten« ein Abstand zum Einschieben des umlaufenden Gesims-
bandes zu lassen gewesen wäre. (Auch die Bauanleitung weist darauf
nicht hin).
Es ist von der Montageabfolge her auch Unfug, zu einem so frühen
Zeitpunkt an der Stelle solche rein dekorativen Elemente anzubringen . . .

Diese dekorativen Fensterlaibungen sollten sinnvollerweise auf dem Gesims-
band aufsetzen . . . das noch im Nachhinein zu erreichen, war eine
ziemlich Pfriemelei. Bis auf eine habe ich alle ersetzt . . .
Und von der Bauanleitung - verbunden mit einer nicht nachzuvollziehenden
Numerierung - derartig in die Irre geführt zu werden, ist schon sehr unerfreulich . . .

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Montag, 30. Mai 2011, 19:55

Bei näherem Hinsehen ist zu erkennen, dass die Friese an der Säulen
des Arkardengangs eher Kapitelle simulieren als Friese - die doppelte
Materialstärke und die Breite wirken proportional überzogen und
daher zu gross . . .



Obwohl im Modellbogen (entgegen dem Vorbild) keine Rundbogenfriese
vorgesehen sind, wurde bei der Tür links versuchsweise eine solche
Struktur montiert. Beim Vorbild haben die horizontalen Friese und die Rund-
bogenfriese die gleiche Gewichtung.
Würde man aber hier Rundbogenfriese in ebenfalls doppelter Material-
stärke verwenden, wäre das entschieden zu »schwer« . . .



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Montag, 30. Mai 2011, 19:56

Nähern wir uns also dem Abschluss des Zusammenbaus des Hauptgebäudes



Da man das ja von »Pferden-die-mit-dem-Rezept-in-der-Hand-vor-
der-Apotheke-rückwärts-frühstücken« kennt, baut der hoffnungsfrohe
Modellbauer erstmal eine Halbsäule, um die Gegebenheiten zu erkunden . . .

Alle Säulen an diesem Schloss (im Original) erfüllen übrigens rein dekorative,
gestalterische Zwecke und keine statischen!
Entspechend der neo-klassizistischen Architektur des Schlosses hat
Vyskovsky versucht, auch bei den Säulen die »Ionische«-Ordnung
nachzuvollziehen. D.h. es gibt eine quadratische Grundplatte und das
Kapitell ist ein stilreines Pulvinium mit seitlichen Voluten (das sind die
»eingerollten Schnecken«) - allerdings scheinen auch die Säulen
am Original (wie auch im Modell) keinerlei Kannelierung zu haben.
Dafür befinden sich oben und unten an den Säulen eine Reihe von
Hohlkehlen.
Vyskovsky hat am Modell alle Säulen streng zylindrisch dargestellt -
ob dies am Vorbild auch so ist, kann anhand des Bildmaterials nicht
überprüft werden - ganz klar ist aber: Ionische Säulen müssten auch
im Modell leicht konisch dargestellt werden . . .



Sodann bereitet man die Teile vor, aus denen dann die restlichen
Säulen zusammengefügt werden sollen.

Was man hier schon erahnen kann: die Bauteile, aus denen die
Kapitelle nachgebildet werden, stehen/standen auf zwei verschiedenen
Druckbogen . . .

Ahso! Und nicht zu vergessen: Das Kartonmaterial lässt sich nur sehr
widerspenstig in die gewünschte Form bringen . . .



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Montag, 30. Mai 2011, 19:58

Die Montage dieser Säulen verläuft relativ unspektakulär und
ohne grössere Probleme. Da sich die »eingebaute« Verzerrung
auf das Gesamtgebäude weniger dramatisch auswirkt, als noch
vor einigen Wochen befürchtet, war an der Säulenhöhe (fast) nichts
zu korrigieren.
Die Säulen im Bereich der offenen Loggia sind sogar - streng genommen -
etwas zu kurz . . .







Man mag bezüglich digitaler Uniformität jede beliebige Einstellung haben.
Aber betrachtet man die Säulenkapitelle des Modells mit neutraler Sach-
lichkeit, kommt man schnell zur Erkenntnis: Die hätten alle völlig identisch
aussehen müssen.
Aber das Gegenteil ist der Fall - hier schaut jedes Kapitell anders aus!
Selbst mit analogen Arbeitstechniken wäre völlige Übereinstimmung zu erreichen!

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Montag, 30. Mai 2011, 19:59



Modelltechnisch bestehen die Kapitelle aus einer doppelseitigen,
quadratischen »Träger«-Platte und als »Kulisse« heruntergeklappten
Blenden, auf denen Pulvinium und Voluten eingezeichnet sind.

Aus nicht ersichtlichen Gründen ist bei den Eck-Säulen von diesem
Prinzip abgewichen worden - es fehlt bei beiden die »Unterseite«
der »Träger«-Platte.
(Auf den Fotos ist das auch deutlich zu sehen - wird am Modell auch
noch weg-retuschiert bzw. noch kaschiert)



Tatsächlich - das muss man leider sagen - addiert sich ein kleiner
konzeptioneller Schwachpunkt bei der Modellumsetzung zu der
gestalterischen Individualiät jedes einzelnen Kapitells und zum
qualitativ nicht ausreichenden Druck . . . sehr schade!

Der richtige Ansatz - meinerseits - wäre gewesen, »neue« Kapitelle
anzulegen - die sich gleichen wie ein Ei dem anderen.
Aber das ist nicht das Ziel! Immer noch gilt die Divese: Bau »aus dem Bogen«
ohne jede Verfeinerung oder Änderung. Die überarbeitete Mauerkrone
mag ein Grenzfall sein - für mich fällt das aber noch darunter.

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Montag, 30. Mai 2011, 19:59

Mit dem Ein- bzw. Anbau von insgesamt 10 Fensterläden ist dann
der Zusammenbau des Haupt- oder Zentralgbäudes dieses
Schlosses beendet.

Interessant ist hierbei lediglich: Obwohl es keinen sachlich nachvollziehbaren
Grund gibt, warum fünf der sechs Fenster mit geöffneten Läden
und ein Fenster mit geschlossenen Läden dargestellt werden, gibt es
dennoch eine einfache Erklärung dafür: Auf den meisten Fotos des Originals ist
dieses Fenster mit geschlossenen Läden zu sehen . . .





Im Anschluss werden die beiden spiegel-symmetrischen Anbauten (eigentlich
sind das reine Arkadenhallen) zusammengesetzt.
Vorab: Auch dabei sind starke Farbabweichungen des kaiser-gelben
Wandfarbtons der Bauteile untereinander zu beobachten.

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Montag, 30. Mai 2011, 20:01

... und passt auf eine Handfläche:



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Montag, 30. Mai 2011, 20:03

Kommen wir zu den Flügelanbauten.
Diese bestehen aus zwei mit jeweils 10 Rundbogen eingefassten
»Wandelhallen« mit (noch zu montierenden) quadratischen »Pavillons«.



Das Vorbereiten von insgesamt 20 Rundbogen ist doch ein wenig
nervtötend - geht aber zügiger, als zunächst erwartet.



Die Montage erfolgt hier auf ziemlich engem Raum. Um eine sichere
Montage der Rundbögen zu gewährleisten, wurde die Frontwand
entgegen der Bauanleitung bereits mit dem Boden verklebt . . .

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Montag, 30. Mai 2011, 20:05

Dank dieser »Abweichung« von der Bauanleitung lassen sich die
Rundbögen wirklich recht einfach und sicher montieren.
Das »Gegenkleben« der Innenwand sollte unbedingt mit einem
langsam abbindenden Klebstoff geschehen.





Die im Modell gegenüberliegende Wand wurde - um die Gegenprobe zu machen -
separat montiert. Diese Baugruppe liegt im Moment unter einer Platte
und Auflagegewichten, um ein verzugsfreies Trocknen zu gewährleisten.

MfG
Thomas Pleiner

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50

Montag, 30. Mai 2011, 20:06

Der Zusammenbau der Seitenflügel geschieht analog zum
Hauptgebäude, also mit Rücksprüngen und eingesetzten Türen,
kreisförmig eingefassten Reliefs etc. etc.

Um dem Ganzen ein wenig zusätzlich Stabilität zu geben,
wurden im Innern des quadratischen Abschluss-Pavillons
kleine Dreiecke aus E-Welle eingeklebt.



Die in diesem Baubreicht fast schon gebetsmühlenartig bemängelte
Beeinträchtigung - Verzug im Druck und ungeeignetes Material -
zeigt sich natürlich auch bei diesem Baukörper. Mittlerweile
hat sich jedoch ein gewisser Gewöhnungseffekt eingestellt.

Separat werden gerade die Terrasse und die Dächer montiert - daher
ist es Zeit für eine Stellprobe . . .



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